Das Jahr 2009 ist für das demokratische Europa von ganz besonderer Bedeutung. Der Fall der Berliner Mauer im November 1989, der sich in diesem Jahr zum 20. Mal jährt, dem die „Montagsdemos“ seit Anfang September 1989 in Leipzig und weiteren DDR-Metropolen vorausgingen, kann nicht isoliert von den Entwicklungen in verschiedenen Ostblockstaaten wie Ungarn, der Tschechoslowakei und vor allem in Polen gesehen werden.
Die Gründung der unabhängigen, autonomen Gewerkschaft „Solidarnosc“ nach den Streiks an der polnischen Ostseeküste im Sommer 1980, ausgehend von der Danziger Leninwerft, die im Herbst 1981 nahezu 10 Millionen Mitglieder zählte, führte zur demokratischen Gesellschaftsentwicklung in Polen. Infolge der Ausrufung des Kriegszustandes in Polen im Dezember 1981 wurde die Solidarnosc offiziell verboten, die Demokratiebestrebungen des polnischen Volkes konnten jedoch nicht beendet werden. Es kam teilweise zu blutigen Auseinandersetzungen mit Toten. Als Ergebnis des „Runden Tisches“ gab es 1989 „halbfreie“ Wahlen in Polen. Tadeusz Mazowiecki wurde erster nicht kommunistischer Ministerpräsident und 1990 wurde Lech Walesa zum Staatspräsidenten gewählt.
Das Konzert einer der größten polnischen Pop-Rock-Stars, der Gruppe Lombard, soll die Ereignisse, die zum „Runden Tisch“ in Polen und zum Mauerfall in Deutschland beigetragen haben, anlässlich des 20. Jahrestages in Erinnerung bringen. Der Auftritt ist geprägt durch die Wiedergabe authentischen Film- und Fotomaterials, das parallel zur Musik auf Bildschirmen und Großleinwänden ausgestrahlt wird.
Seine besondere Wichtigkeit erfährt das Konzert, weil gerade junge Leute die Dramatik, das Risiko, die Gefährlichkeit und das selbstlose Engagement der Menschen, um Freiheit und Demokratie zu erlangen, heute kaum mehr nachvollziehen können und durch eine Verklärung der kommunistischen Diktaturen deren Brutalität und Rücksichtslosigkeit in den Hintergrund geraten. Deshalb war die Monarchis Grundbesitzgesellschaft mbH auch gerne bereit, das Konzert, zu dem kein Eintrittsgeld verlangt wird, großzügig zu sponsern.
Der „Bundesverband Polnischer Rat in Deutschland e.V.“ stützt sich auf den Deutsch-Polnischen Vertrag aus dem Jahre 1991. Er dient unter anderem der Zusammenarbeit, Verständigung und der deutsch-polnischen Versöhnung sowie der Integration der Republik Polen in die europäischen Strukturen.
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