Mit der Wahl
der internationalen Organisation "Reporter ohne Grenzen"
als Preisträger 2009 will die Roland Berger Stiftung ein
Zeichen setzen für das hohe Gut der Presse- und
Meinungsfreiheit.
Zum zweiten Mal ehrt die Stiftung damit Personen und
Institutionen, die sich vorbildlich und erfolgreich um
Achtung, Förderung und Schutz von Menschenwürde und
Menschenrechten in einer weltweit offenen und friedlichen
Gesellschaft verdient gemacht haben.
Die internationale Organisation "Reporter ohne Grenzen"
wurde 1985 gegründet und setzt sich weltweit für die
Verteidigung der Pressefreiheit gemäß Artikel 19 der
UN-Menschenrechtscharta ein. Die Organisation hat es sich
zur Aufgabe gemacht, Verletzungen der Pressefreiheit zu
dokumentieren, besonders schwerwiegende Verstöße zu
veröffentlichen und in Not geratene Journalisten und
Medien zu unterstützen. Für diese wichtigen Leistungen
im Dienste der Menschenwürde erhält "Reporter ohne
Grenzen" den Roland Berger Preis für Menschenwürde 2009,
dotiert mit 900.000 Euro. Dieses Geld wird bei Reporter
ohne Grenzen für den Einsatz im Namen der Pressefreiheit
und den Schutz verfolgter Journalistinnen und Journalisten
verwandt. Mit 100.000 Euro werden die Aktivitäten von
Shirin Ebadi zur Verteidigung der Menschenrechte
unterstützt.
Bundespräsident Horst Köhler wird die Auszeichnung am
21. April 2009 bei einem Festakt in Berlin an die beiden
Preisträger überreichen.
"Für uns ist es
eine enorme Ehre, diesen prestigeträchtigen Preis
entgegennehmen zu dürfen", sagt ROG-Generalsekretär
Jean-François Julliard.
"Damit wird eine Organisation ausgezeichnet, die sich seit
ihrer Gründung durch Robert Ménard vor fast 25 Jahren
für Pressefreiheit einsetzt, wo immer sie gefährdet ist.
Unser Dank gilt Prof. Dr. Roland Berger, der mit dieser
Auszeichnung unsere Arbeit würdigt und die Bedeutung von
Pressefreiheit für die Verwirklichung von Menschenrechten
und Demokratie stärkt. Ich bedanke mich bei allen, die
weltweit für Reporter ohne Grenzen aktiv sind und sich
für bedrohte Medien und Journalisten einsetzen,
insbesondere bei der deutschen Sektion für ihre
vorbildliche Arbeit", betont Julliard.
Die mit
dem Preis verbundene Fördersumme ermöglicht ROG,
zukünftig das Engagment für bedrohte Journalistinnen und
Journalisten sowie Medien
Auszuweiten. „Auch die Öffentlichkeitsarbeit soll
verstärkt werden, um den politischen Druck auf repressive
Regierungen zu erhöhen und deutlich zu machen, dass
Pressefreiheit jeden von uns etwas angeht", erklärt
Astrid Frohloff, Vorstandssprecherin der deutschen
ROG-Sektion. Ohne Berichterstattung würden viele
Missstände und Menschenrechtsverletzungen im Dunkeln
bleiben.
"Ohne Pressefreiheit bleiben Opfer unsichtbar" ist auch der Titel einer neuen Kampagne der deutschen Sektion anlässlich ihres 15-jährigen Bestehens.
Medienarbeiten.de (www.medienarbeiten.de) unterstützt Reporter ohne Grenzen
Weitere Informationen:
Anja Viohl, Reporter ohne Grenzen
Tel.: 030 615 85 85



