Die Anstalt des Öffentlichen Rundfunks hatte die Einstellung mit Sparzwängen begründet. Seit Jahresbeginn arbeiten 15 ehemalige Multikulti-Mitarbeiter im Internet weiter. Mit dem erfreulichen Ergebnis: das Webradio multicult 2.0 startete gestern sein Live-Programm.
Die Berliner PR-Agentur medienarbeiten.de unterstützt
radio multiult2.0 in der Presse- und
Öffentlichkeitarbeit. In einem Interview sagte
Projektleiterin Brigitta Gabrin Business-on.de: "Welche
Bedeutung hat ein Multikulti-Sender für die Region
Berlin?" Brigitta Gabrin: "Wir sind davon überzeugt, dass
unser Projekt Berlin/Brandenburg als internationalen
Medienstandort in Deutschland stärken wird (...) Hinzu
kommt, dass wir auch Radio für Zuwanderer in deren
Muttersprachen machen. Dabei konzentrieren wir uns nicht
wie andere Sender auf die Hörer aus den traditionellen
Anwerbestaaten. Wir sind z.B. bundesweit der einzige
Sender, der ein vietnamesisches Programm im Angebot hat,
also für eine Hörergruppe, die vor allem in den neuen
Bundesländern wohnt und für die in NRW kein Bedarf mit
einer Hörfunksendung erkannt wurde. Hier leisten wir eine
Grundversorgung. Wir senden darüber hinaus in Persisch,
Albanisch, Kurdisch und in südslawischen Sprachen. In
Zukunft kommen weitere Sprachen hinzu."
Im Mittelpunkt des Programms stehe von Montag bis Freitag
das «CultMagazin», das Hörer mit aktuellen Nachrichten
aus Politik und Kultur versorgen solle, kündigte das
Internetradio an. Im Tagesreport «Eingefangen» sollen
Brennpunkt-Themen aus Berlin und Brandenburg behandelt
werden. Tipps zu CDs und Filmen, eine internationale
Presseschau sowie die Sendung «eco Mondo - Leben und
Umwelt» werden den Angaben zufolge das Programm
komplettieren.
Das neue Webradio multicult 2.0 finanziert sich eigenen
Angaben zufolge ausschließlich über Spenden. Die
Beschäftigten arbeiten auf ehrenamtlicher Basis.



