Wenn man das Wort Akkordeon hört, denkt man vielleicht zuerst einmal an den Montmartre, an Seemannslieder, oder an Volksmusik. Das alles trifft zwar zu, doch ist das nur ein sehr kleiner Teil der Bandbreite dieses Instrumentes. Das Akkordeon ist im Vergleich zu vielen anderen Musikinstrumenten noch recht jung, es wird erst Anfang des 19. Jahrhunderts in Wien patentiert.
Bis heute erfreut es sich größter Beliebtheit - dieses
Orchester zum Mitnehmen - denn wenn ein Akkordeon virtuos
gespielt wird, entwickelt es eine unglaubliche Klangfülle
und Präsenz, die von Klassik über Jazz und Blues oder
Folk bis hin zur Tanzmusik alles lebendig machen kann. Ein
einfaches Instrument ist es sicherlich nicht - es
erfordert einiges an Können, wenn man das Potential voll
ausschöpfen will.
Angelica Paulic stellt das Akkordeon auf ganz
besondere Weise vor. 'Sie beherrscht das Instrument' wäre
die falsche Wortwahl. Ja, sie scheint mit ihm verwachsen,
solange sie spielt. Eine unglaublich harmonische aber sehr
leidenschaftliche Einheit, die Musik geschehen lässt und
ein Konzert zu einem ganz besonderen Erlebnis macht. Durch
das unglaubliche Spektrum ihres Repertoires entdeckt auch
der Zuhörer das Akkordeon völlig neu.
In Köln geboren und in der Schweiz zur Schule gegangen,
lernte Angelica Paulic als begabtes Kind zunächst
Instrumente wie Geige, Klavier und Gitarre, die
klassischen Instrumente für den Musikunterricht. Erst
später kommt sie mit dem Akkordeon in Berührung - und es
wurde ihr ureigenstes Medium.
"Das Akkordeon ist für mich die glücklichste Entdeckung
meines Lebens", erzählt die Künstlerin, bekannt als
'femme akkordeon'. "Dieses Instrument bietet mir die
Möglichkeit, die Vielfalt und den Reichtum dieser Welt
erlebend zum Ausdruck zu bringen."
Angelica Paulics CD 'place au soleil' überrascht
durch die Intensität des Spiels und die Wahl der Stücke.
Melodisch und eindrucksvoll, intensiv und besonders.
Wundervolle Musik zum Zurücklehnen und Forttragenlassen,
wie das von Charlie Chaplin geschriebene 'zigeuner', oder
auch 'angélique'.
Das Stück 'la mer' ist so richtig zum Träumen und,
vielleicht, zum Erinnern. Geradezu klassisch romantisch
und zum Tanzen geschaffen klingt die 'romance de amor',
voller Gefühl und Emotion. Und der 'tango gitano' lässt
Gedanken von Rosen und feurigen Blicken aufkommen.
Überhaupt hat das Akkordeon als Solo-Instrument etwas
Erzählendes, es verführt zu Bildern.
Das Letzte der elf Stücke, 'lautari', hat etwas durchaus
mythisches. Es wirkt wie eine Ballade aus Tönen, völlig
ohne Worte erzählend und fesselnd. Musik als universelle
Sprache braucht ein Medium - und hier hat sie ein
hervorragendes gefunden.
Angelica Paulic sagt selbst: "Für mich ist Musik 'offen
sein' für das, was gerade möglich sein kann. So lebt
mein Akkordeonspiel in einem laufenden Veränderungsstrom.
Mit meinem Instrument schaffe ich eine Verbindung zwischen
Menschen - wünsche sie innerlich zu bewegen und zu
berühren."
Mit ihrer Musik stellt die Künstlerin eine besondere
Beziehung zu ihrem Publikum her, wo immer sie auftritt.
Bei ihren Konzerten ebenso wie bei Matineen, Vernissagen
oder Ausstellungen. Ihr Programm stellt sie auch gern
individuell für öffentliche oder private Festlichkeiten
zusammen.
Die 'femme akkordeon' ist eine Bardin der Neuzeit, sie
fasziniert mit ihrer Magie und verbindet die Menschen mit
der Musik. Mit ihrer CD 'place au soleil' präsentiert sie
uns Stücke, die man sich immer wieder anhören kann... zu
einem Glas Wein vielleicht, oder auch wenn man Lust zum
Tanzen hat.
Die CD ist über die Webseite der Künstlerin
erhältlich
www.femme-akkordeon.de
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Abbildung mit freundlicher Genehmigung von Angelica Paulic



