Ein Hund als Weihnachtsgeschenk?
„Ich wünsche mir einen Hund“ – alle Jahre wieder
steht dieser Kinderwunsch ganz oben auf vielen
Wunschzetteln und viele Eltern stellen sich die Frage:
Sollen wir unserem Kind zu Weihnachten einen Hund
schenken? Hunde an Weihnachten verschenken – ja oder
nein? Grundsätzlich gilt: Hunde gehören nicht als
Überraschungsgeschenk unter den Weihnachtsbaum. Tiere
sind keine Spielzeuge, die man nach den Feiertagen wieder
umtauschen kann. Auch die Tierheime raten davon ab –
kein Wunder, nach den Festtagen häuft sich bei ihnen die
Abgabe von nicht gewollten Vierbeinern. Wobei diese Hunde
noch Glück haben, wenn sie durch das Tierheim eine zweite
Chance bekommen und nicht einfach am Straßenrand
angebunden oder aber einfach nur ausgesetzt werden.
Wollen alle Familienmitglieder einen Hund? Wer sich einen
Hund anschaffen möchte, muss sich über viele Punkte im
Klaren sein. Es geht mit ganz einfachen Fragen los:
Möchten alle Familienmitglieder einen Hund? Haben Sie
bereits Tiere, wie würden die sich mit einem Hund
vertragen? Hat jemand in der Familie eine
Hundehaarallergie? Das ist einer der häufigsten
Abgabegründe! Ist die Tierhaltung in der Wohnung erlaubt?
Wer sich einen Hund aus dem Tierheim anschafft (siehe Tipp
des Monats Februar 2009 der Tophundeschule: Hunde aus dem
Tierheim) sollte sich über die grundlegenden Bedürfnisse
des Tieres informieren und sich klar machen, dass er
Verantwortung für ein Lebewesen übernimmt. Auch wenn der
Wunsch der Kinder noch so groß ist und die guten
Vorsätze immer wieder beteuert werden: Eltern müssen
sich klar darüber sein, dass am Ende sie die
Hauptverantwortung für die Tiere ihrer Kinder tragen.
Hunde können bis zu 18 Jahre alt werden, das heißt, das
Kind mit dem Hundewunsch ist wahrscheinlich längst
ausgezogen, während der Hund immer noch von Ihnen
versorgt sein will …
Sind diese grundlegenden Fragen geklärt, geht es ins
Detail. Wann ist ein Kind reif für einen Hund? Ab
welchem Alter können Kinder, zumindest teilweise, die
Verantwortung übernehmen? Es gibt es kein „richtiges“
Alter. Es gibt Kinder, die verstehen es mit fünf Jahren,
respektvoll mit einem Tier umzugehen und es gibt
Zehnjährige, die verstehen es immer noch nicht. Für die
Hundeexperten der Tophundeschule ist es ganz wichtig, zu
vermitteln, dass das Kind für den Hund ebenbürtig ist.
Der Hund sieht im Kind einen Spielkameraden. Es muss also
immer ein Elternteil bereit sein, die Rudelführerfunktion
zu übernehmen. Das kann man selbst von einem Teenager
nicht verlangen. Außerdem haben die auch andere
Interessen, als sich immer, also täglich, um den Hund zu
kümmern. Das heißt in letzter Konsequenz: Nicht Ihr Kind
bekommt einen Hund, sondern Sie! Die wichtigsten Gebote
Wenn bis jetzt alle Kriterien immer noch für einen Hund
sprechen, müssen Sie sich die nächsten Fragen stellen:
Kann ich die wichtigsten Gebote der Hundehaltung
erfüllen? Hier eine Zusammenfassung: Auslauf: Ein Hund
muss 3 bis 5 Mal am Tag die Möglichkeit haben, seine
Geschäfte zu verrichten. Zwei Gassi-Runden davon sollten
dem Hund die Möglichkeit geben, sich auszutoben und
seinen hündischen Bedürfnissen wie Schnüffeln oder
Spielen nachzugehen. Diese Gassi-Runden dauern je nach
Rasse und Temperament des Hundes mindestens eine halbe
Stunde, eher ein bis zwei Stunden. Hundekot: Sind alle in
der Familie bereit, den Hundekot (draußen in der Natur)
wegzuräumen? Dies ist gesetzlich Pflicht, außerdem will
auch keiner in ein Häufchen treten! Zeit: Wie viele
Stunden wäre der Hund allein zu Hause? Hunde sind
Rudeltiere. Nichts ist schlimmer für sie, als allein zu
sein. Einzeln gehaltene Hunde sollten maximal vier bis
fünf Stunden allein sein. Neben der Zeit fürs
Gassi-Gehen planen Sie auch Zeit zum Spielen, zur
Fellpflege und zum „Schmusen“ ein. Denken Sie aber
auch daran: Was passiert, wenn Sie einmal ausfallen. Wer
kümmert sich um Ihren Hund, wenn Sie mit Grippe im Bett
liegen? Oder in den Urlaub fahren? Kosten: Können wir uns
einen Hund leisten? Ein Hund kostet Geld. Neben
Hundesteuer und Haftpflichtversicherung fallen die Kosten
für das tägliche Futter an. Dazu kommen Tierarztkosten
– das können regelmäßige Zahlungen sein, wie die
jährliche Routineuntersuchung mit Impfungen, aber auch
außergewöhnliche Kosten bei Erkrankung oder Unfall. Eine
Operation an der Hüfte beispielsweise kann mehrere
hundert Euro betragen. Konsequente Erziehung: Ein Hund ist
keine Maschine. Damit der Hund sozialverträglich ist und
gute Manieren hat, braucht er eine konsequente Erziehung.
Ziehen ALLE in der Familie an einem Strang? Benutzen ALLE
die gleichen Worte für einen Befehl? Halten Sie einmal
getroffene Regeln ein? Ein Hund versteht nicht, warum er
heute aufs Sofa darf, morgen aber nicht. Wenn Sie all
diese Fragen im Vorfeld ehrlich und positiv geklärt
haben, müssen Sie sich entscheiden, welcher Hund es
werden soll. Ein Welpe oder ein erwachsener Hund? Weibchen
oder Rüde? Vom Züchter oder aus dem Tierheim? Welche
Rasse? Ausführliche Informationen und Hilfestellungen
geben Ihnen gerne die Trainer der Tophundeschule. Das
richtige Timing Auch wenn Sie sich nun entschlossen haben,
zur Weihnachtszeit die Familie mit einem Hund zu
bereichern, dann bitte nicht an Heiligabend! Der
Festtagstrubel würde den Hund, der neu ins Haus kommt, zu
sehr irritieren und verängstigen. In der Hektik hat
wahrscheinlich kaum einer Zeit, sich intensiv um den
Neuzugang zu kümmern. Statt eines Hundes könnten dann
unterm Christbaum ein Gutschein und lauter Dinge, die
sinnvoll sind und Vorfreude auf den Hund machen, wie
Hundebücher, ein Körbchen, Leine, Futternäpfe, Bürsten
etc. liegen.
Über die Feiertage und die Ferien wird dann alles
vorbereitet: Die Bücher werden zusammen gelesen und der
Liegeplatz wird eingerichtet. Das erste Futter und
weiteres Zubehör wird besorgt. Auch an Silvester mit
seiner lauten Knallerei (siehe Tipp des Monats Dezember
2008 der Tophundeschule: Die Silvesterknallerei und der
Hund ) sollten Sie den Vierbeiner noch in seiner alten,
gewohnten Umgebung belassen. Im neuen Jahr können Sie
dann in Ruhe zusammen mit Ihrem Kind den Wunschhund
aussuchen.
Die Trainer der Tophundeschule wünschen Ihnen und Ihrem
– neuen – Hund weiterhin viel Spaß und Gesundheit!
Ihr Team von
Schönfelder DogCoaching
Die mobilen Hundetrainer Tel.: +49 (0) 40 64 68 98 12
Tel.: +49 (0) 17 22 71 66 97
www.tophundeschule.de
Der Hund als Weihnachtsgeschenk ?
Der Hund als Weihnachtsgeschenk ?
03.10.2009
Angaben zum Unternehmen
Top Hundeschule
Detlev Schönfelder
22851 Norderstedt
http://www.tophundesch...
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