Hündinnen werden im Allgemeinen zweimal im Jahr
läufig. Die erste Läufigkeit einer Hündin tritt
meistens zwischen dem sechsten und zwölften Lebensmonat
ein, manchmal aber auch erst später. Machen Sie sich also
keine Sorgen, wenn Ihre Hündin zu diesem Zeitpunkt immer
noch nicht läufig war. Oft sind es gerade Hündinnen
großer Rassen, bei denen die Entwicklung etwas später
eintritt. Die Dauer der Läufigkeit beträgt in der Regel
etwa drei Wochen und wiederholt sich dann im Schnitt alle
sieben bis neun Monate.
Die wirklich "heiße" Zeit - im allgemeinen Sprachgebrauch
auch „Stehtage“ genannt, liegt in der Regel zwischen
dem 9. und 15. Tag. Jetzt heißt es aufgepasst, damit es
keinen unerwünschten Nachwuchs gibt. Das bisher recht
dunkelrote Blut nimmt eine hellere Färbung an (wässrig,
hellrosa). Je näher der befruchtungsfähige Zeitpunkt
kommt, desto heller wird das Blut. Die Menge des
aussfließenden Blutes kann sehr unterschiedlich sein.
Auch an der Haltung der Hündin wird dieser Zeitpunkt
deutlich erkennbar, denn sie bietet den Rüden ihr
Hinterteil an und stellt ihre Rute zur Seite. Erstes
Anzeichen einer Läufigkeit ist auch oft, dass die Hündin
vermehrt markiert, also Duftzeichen setzt. Mit dieser
Duftspur will sie potenzielle „Verehrer“ informieren
und zu gegebener Zeit anlocken. Deshalb kann es dem,
dessen Hündin gerade läufig ist, passieren, dass er
einigen Hundebesuch bekommt. Denn der Geruch einer
läufigen Hündin ist für Rüden noch über Kilometer
wahrzunehmen und so mancher Rüde überwindet in diesem
Fall auch den höchsten Zaun, um zu seiner
„Angebeteten“ zu kommen. Es empfiehlt sich also, mit
der Hündin nicht nur drei Wochen lang nur an der Leine zu
gehen- das Wort läufig sagt schon aus, dass auch die
Hundedame während dieser Zeit gerne ausreißt.
Spontanes Zusammentreffen: Während Ihre Hündin läufig
ist, sollten Sie solche Begegnungen möglichst vermeiden,
weil sie für alle Beteiligten Stress bedeuten. Am besten
gehen Sie ruhige Runden auf abgelegenen Wegen.
Beim Spazierengehen sollte der Hundehalter Wege wählen,
auf denen möglichst wenige andere Hunde anzutreffen sind.
So laufen Sie nicht Gefahr, ständig unangeleinten Rüden
zu begegnen, sodass Sie schon aus großer Entfernung
aufgeregt brüllen müssen: „Achtung, meine Hündin ist
läufig!“ Außerdem nimmt man so auf Halter von Rüden
Rücksicht, die ansonsten ständig den Duftspuren der
läufigen Hündin folgen und aus diesem Grunde völlig aus
dem Häuschen geraten würden. Ansonsten sollte man seine
Hündin während der Läufigkeit ganz normal behandeln.
Bloß kein übertriebenes Mitleid!
Doppelt so konsequent sein!
Ähnlich wie in der Phase der hündischen Pubertät ist es
wichtig, das Verhalten seines Hundes auf keinen Fall
persönlich zu nehmen. Er kann nicht anders. Die
Hündinnen-Düfte verwirren ihn. Darum bleiben Sie Ihrem
Erziehungsstil treu oder noch besser: Werden Sie sogar
doppelt konsequent! Am besten trainieren Sie mit Ihrem
Rüden simple Übungen wie „Sitz!“ oder „Platz!“,
für die Sie den Hund lecker belohnen. Das motiviert ihn,
sich neu auf Sie zu konzentrieren!
Doppelt so aktiv sein!
Machen Sie sich interessant für den Hund. Zücken Sie
sein Lieblingsspielzeug und toben, werfen und verstecken
es. Bewegung steht im Mittelpunkt! Schnüffelspiele haben
logischerweise ein wenig Pause. Das Ziel ist, den Rüden
aus seiner Melancholie zu holen und Sport setzt
bekanntlich das Hormon Serotonin frei. Stellen Sie Ihren
Rüden vor neue Herausforderungen! Lassen Sie ihn über
einen Bach oder Baumstamm springen, durch die Beine Slalom
laufen oder wechseln Sie auf der gemeinsamen Joggingrunde
überraschend Richtung und Tempo. So findet Ihr Hund
zuhause in einen gesunden Schlaf und entwickelt wieder
seinen gewohnten Appetit.
Doppelt sicher sein!
Schließen Sie auf jeden Fall mit Bedacht alle Türen und
lassen Sie draußen die Leine dran. Nach Möglichkeit
nutzen Sie eine lange Leine (Schleppleine), die der Hund
hinter sich herzieht. So können Sie ihn schnell
zurückholen, falls er doch zu seiner Angebeteten stürmen
will. Bedenken Sie bitte, dass Ihr Rüde jetzt aus seinem
inneren Gleichgewicht geraten ist. Das kann ihn gegenüber
männlichen Artgenossen aggressiver machen. Aus dem Weg
gehen sollten Sie natürlich auch der läufigen Hündin
selbst, sonst verlängert sich der Liebeswahn….. Die
Trainer der Tophundeschule wünschen Ihnen und Ihrem Hund
weiterhin viel Spaß und nicht so viele Rüden und
läufige Hündinnen vor der Haustür…… Ihr Team von
Schönfelder DogCoaching
Die mobilen Hundetrainer Tel.: +49 (0) 40 64 68 98 12
Tel.: +49 (0) 17 22 71 66 97
www.tophundeschule.de
Die Tophundeschule informiert: die läufige Hündin
Der Frühling naht – die Hormone spielen verrückt. Die läufige Hündin und der Rüde – Begegnungen
06.03.2010
Angaben zum Unternehmen
Top Hundeschule
Detlev Schönfelder
22851 Norderstedt
http://www.tophundesch...
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