Warum Hunde aus dem Ausland einführen, wenn die
deutschen Tierheime schon voll oder sogar überfüllt
sind? Eine berechtigte Frage, die jeder für sich selbst
beantworten muss! Wir dürfen die vielen Hunde in unseren
Tierheimen nicht vergessen. Bitte schauen Sie deshalb
zuerst einmal in Ihrem Tierheim vorbei - vielleicht
wartet schon ganz in Ihrer Nähe der passende Hund auf
Sie! (siehe Tipp des Monats der Tophundeschule
1.2.2009).
Sie haben Ihren Traumhund nicht gefunden und möchten
einem Hund aus dem Ausland ein neues Zuhause geben? Dann
ist es wichtig, sich kritisch mit diesem Thema
auseinanderzusetzen und sich darüber zu informieren, was
zu einem verantwortungsvollen und sachkundigen
Auslandstierschutz gehört.
Leider häufen sich in letzter Zeit die Berichte von
illegalen Hundeimporten mit teilweise ungeimpften und
kranken Tieren. Der ausländische Hund scheint immer mehr
zur „Handelsware Hund“ zu werden. Eine schlimme
Entwicklung, die wir auf keinen Fall unterstützen
möchten und gerade deshalb ist eine umfassende
Information sehr wichtig! Angesichts der Vielzahl an
Tierschutzvereinen, Organisationen und privaten
Tierschützern wird es immer schwieriger, unseriöse von
verantwortungsvollen Tierschützern zu unterscheiden
So erkennen Sie eine seriöse Vermittlung
Die vermittelnde Stelle lässt Ihnen Zeit und setzt Sie
nicht unter Druck, indem sie auf andere Interessenten oder
gar auf einen Tötungstermin verweist.
Sie erfahren
- woher das Tier stammt
- wie und wo es vorher gelebt hat
- sein Alter und wie man das Alter festgestellt hat.
Das Verhalten des Hundes wird Ihnen freiwillig
dargelegt.
Sie erhalten Kenntnis zum Verhalten gegenüber Kindern und
anderen Tieren.
Sie erfahren
- unter welchen Krankheiten das Tier eventuell leidet
- wie das Tier bisher behandelt wurde.
Befunde und
Unterlagen darüber werden Ihnen auch schriftlich
ausgehändigt.
Der Hund (außer Welpen) ist bereits kastriert bzw.
sterilisiert.
Die vermittelnde Stelle führt bei Ihnen zuhause einen
Kontrollbesuch (Vorkontrolle) durch, um zu klären, ob das
Tier auch zu Ihnen und in Ihre Umgebung passt.
Wenn der Hund zu Ihnen kommt, ist er entwurmt, entfloht,
gechipt und registriert (Haustierregister, Tasso).
Der Hund wird nur gegen Schutzvertrag und Schutzgebühr
abgegeben.
Die vermittelnde Stelle kommt nach einigen Wochen zur
Nachkontrolle, um zu klären, ob alles in Ordnung ist.
Die vermittelnde Stelle steht Ihnen jederzeit bei Fragen
und Problemen zur Seite.
Versuchen Sie bitte nicht, einen Hund illegal aus dem
Urlaub mitzubringen. Auch, wenn Ihnen der Kleine „vor
Ort“ noch so leid getan hat. Sie haben mit einer
empfindlichen Strafe und enormen Kosten zu rechnen.
Laut Einfuhrbestimmungen reicht eine gültige
Tollwut-Impfung. Diese muss mindestens vier Wochen her
sein. Da aber vor allem in Mittelmeerländern ansteckende
Krankheiten vorkommen können, sollten Hunde auch gegen
Staupe, Parvovirose, Leptospirose und Zwingerhusten
geimpft sein. Eine Kennzeichnung per Chip sollte ebenfalls
vorgenommen werden. Die Impfungen müssen in einem
EU-Heimtierpass, den es bei allen Tierärzten gibt,
eingetragen sein. Hunde, die auf den sogenannten
Rasselisten stehen, wie z.B. der Pitbull, dürfen nicht
nach Deutschland gebracht werden.
Für alle Hunde, die aus dem Ausland kommen, bedeutet die
neue Umgebung erst einmal Stress. Nahezu alle
Auslandshunde gewöhnen sich aber in ihrem neuen Zuhause
schnell ein und entwickeln sich bei richtiger Haltung zu
besonders liebevollen, sensiblen und anhänglichen
Gefährten.
In vielen Urlaubsländern bedeutet ein Hundeleben nicht viel. Es ist an der Tagesordnung, dass man sich überdrüssiger Tiere mittels Aussetzen entledigt. Den Armen bleibt dann nichts weiter übrig, als sich irgendwie durchzuschlagen. Straßenhunde vermehren sich unkontrolliert. Um der Zahl der streunenden Hunde Herr zu werden, ziehen Fangkommandos los. Die Streuner werden einfangen und landen in Auffangstationen, die die Tiere jedoch meist nur kurze Zeit unterbringen, bevor sie dann getötet werden.
Es gibt auch immer auch wieder Fälle von schlimmer Tierquälerei. Hunde, die das erleben mussten, sind oft traumatisiert. Sie brauchen vor allem Zeit, um wieder Vertrauen fassen zu können. In der Regel sind sie jedoch resozialisierbar.
Manche Auslandshunde haben Angst vor Männern oder auch vor Kindern, die von schlechten Erfahrungen kommt. Es erfordert viel Geduld und Einfühlungsvermögen, bei solchen Hunden Vertrauen aufzubauen.
Viele Hunde aus dem Ausland vertragen keine lauten Worte oder Schimpfen. Das verschlechtert ihr Verhalten und vergrößert oft ein bestehendes Problem (Stubenreinheit, Angstknurren etc.)
Mancher Auslandshund hat noch
nie ein Auto gesehen, er kennt keine Kaufhäuser, keine
Aufzüge, manchmal weder Treppen noch glatte Böden. Auch
Staubsauger machen ihm möglicherweise Angst.
Manche Hunde sind jedoch auch nicht von Anfang an
stubenrein. Wo sollten sie es auch gelernt haben? Sie
begreifen in der Regel aber sehr schnell, dass das
Wohnzimmer für die Erledigung des Geschäfts nicht der
passende Ort ist.
Vor allem das Jagen kann man vielen Hunden nicht so
einfach wieder abgewöhnen. Hier ist gezieltes Training
erforderlich. Egal, ob Sie in der Stadt oder auf dem Land
wohnen, Ihr neuer vierbeiniger Freund wird vermutlich erst
einmal an einer mehr oder weniger langen Leine geführt
werden müssen. Vor allem die südeuropäischen
Jagdhundrassen, wie Podencos (diese wurden speziell für
die Meutejagd gezüchtet), geben das Jagen wahrscheinlich
nie auf. Sie werden Geduld, Verständnis und viel Liebe
brauchen um Ihrem neuen Hund Vertrauen zu geben, ihn zu
erziehen und in ihm einen treuen Freund zu finden.
Wenn Sie noch keine Erfahrung mit Hunden haben, ist es in der Regel besser, sich für einen Hund zu entscheiden, der bereits bei einer Pflegestelle in Deutschland ist. Dort konnte man sein Verhalten gegenüber ihm fremden Menschen und in ungewohnter Umgebung beobachten und der Hund konnte sich in das für ihn neue Dasein in einem Haushalt schon etwas einleben.
Die Trainer der Tophundeschule wünschen Ihnen und Ihrem Hund weiterhin viel Spaß!
Ihr Team von
Schönfelder DogCoaching
Die mobilen Hundetrainer
Tel.: +49 (0) 40 64 68 98
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Tel.: +49 (0) 17 22 71 66 97
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