Die Tophundeschule informiert: Der Hund und das
Wasser
Sommerzeit = Ferienzeit = Badezeit – auch für unsere
Hunde
Die Trainer der Tophundeschule geben Ihnen im
Tipp des Monats Juni einige grundlegende Informationen zum
Thema: „Baderegeln für den Hund“
Bevor wir jedoch näher auf das Juni-Thema eingehen, haben
wir eine Anmerkung in eigener Sache:
Wie Ihnen sicherlich aufgefallen sein wird, präsentiert sich der Internetauftritt von Schönfelder DogCoaching seit Mitte Mai im neuen Gewand. Die Jongo WebAgentur ( www.jongo-agentur.de) hat in Rekordzeit die neuen Seiten erstellt, auch, wenn die Lösung der dabei aufgetretenen „Probleme“ so manchen Feierabend gekostet hat. Wir hoffen sehr, dass Ihnen allen das Resultat genauso gut gefällt wie uns!
Baderegeln für den Hund
Welcher Hundebesitzer kennt das nicht? Die meisten
Vierbeiner sind kaum zu bändigen, wenn sie einen See oder
das Meer erblicken. Herrchen und Frauchen stehen am Ufer
und werfen das Stöckchen ins Wasser und der Hund springt
übermütig in die kühlen Fluten.
Jeder Hund ist
von seiner Statur her dazu befähigt, zu schwimmen, nur
ist es da bei den Vierbeinern genauso wie bei den
Zweibeinern: Es gibt unter ihnen die Wasserratten und die
Wasserscheuen. Eine besondere Leidenschaft für Wasser ist
bei Jagd- und Apportierhunden, wie beispielsweise dem
Golden Retriever oder dem Labrador festzustellen, da bei
ihrer Zucht besonderer Wert auf die Fähigkeit zu
schwimmen gelegt wurde.
Dessen ungeachtet gibt es Umstände, unter denen ihr Hund
auf die Abkühlung im Wasser verzichten sollte. Bei
Infektionen mit Fieber, Hauterkrankungen,
Herz-Kreislauf-Beschwerden oder der Neigung zur Epilepsie
sollten Sie Ihren Hund am See nicht von der Leine lassen.
Hier droht Ertrinkungsgefahr!
Die Bewegung im Wasser wird auf der anderen Seite
mittlerweile von Therapeuten bei chronischen Erkrankungen
des Bewegungsapparates, wie zum Beispiel
Hüftgelenksdysplasie, Arthrose, Ellenbogendysplasie,
Spondylose oder zur Rehabilitation nach einer Operation
eingesetzt. Schwimmen bremst Gelenkentzündungen (auch
Arthrose genannt). Arthrose entsteht durch Beschädigung
des Knorpels vom Gelenk. Während des Schwimmens werden
die Gelenke bewegt, ohne dass sie belastet werden.
Die Entlastung der Pfoten vermindert den Druck auf das
Gelenk, wodurch weniger Beschädigung des Knorpels
entsteht und es weniger schmerzlich ist, das schon
verschlissene Gelenk zu bewegen. Gleichzeitig wird aber
durch die Bewegung mehr Gelenkflüssigkeit gebildet.
Diese Flüssigkeit speist den Knorpel und schmiert das
Gelenk.
Schwimmen in ruhigem Wasser ist gut für die Stärkung der
Bauch- und Rückenmuskeln des Hundes mit einem langen
Rücken, wie beim Dackel. Beim Schwimmen hat der Hund den
Vorteil, dass das Wasser teilweise das Gewicht aufhebt,
wodurch die Wirbelsäule weniger belastet wird.
Strömendes Wasser massiert zusätzlich die Muskeln.
Salziges Meerwasser hilft bei vielen Hautkrankheiten und
kann diesen sogar vorbeugen.
Generell steht dem Badevergnügen nichts im Wege, wenn die
folgenden, allgemeinen Regeln eingehalten werden.
Wann sollten Sie Hunde nicht schwimmen lassen?
- Nicht im sehr kalten Wasser, denn dann können die
Muskeln verkrampfen.
- Nicht in Gräben oder kleinen Pfützen.
- Nicht, wenn das Wasser am Ende des Sommers so
aufgewärmt ist und Algenwuchs aufweist. Davon können
Hunde Juckreiz bekommen.
- Nicht, wenn das Meer zu rau ist oder im Fall von
ablandigem Wind oder einer starken Unterströmung.
- Nicht, wenn der Hund Juckreiz vom salzigen Meerwasser
bekommt. Sie sollten den Hund direkt nach dem Schwimmen
mit lauwarmen Leitungswasser abspülen.
- Nicht, wenn der Hund krank ist oder keine gute
allgemeine Kondition hat, denn Schwimmen kostet viel mehr
Energie als zum Beispiel neben dem Fahrrad herlaufen.
Welche Hunde dürfen oder können nicht schwimmen?
-Hunde unter einem halben Jahr sollten nicht
unbeaufsichtigt in offenen Gewässern baden.
-Hunde, die durch Wasser Probleme mit den Ohren oder
Durchfall bekommen.
-Hunde mit einer kurzen Schnauze z.B. die englische
Bulldoge und der Boston Terrier und Hunde mit kurzen
Pfoten und einem schweren Körper, z. B der Bassett.
-Hunde die versessen auf Wasser sind und tauchen, aber
trotzdem nicht schwimmen können. Also schauen Sie, ob Ihr
Hund schwimmen kann und sein Kopf dabei über Wasser
bleibt. Schwimmen bedeutet nicht nur, mit den Vorderpfoten
zu zappeln. Auch die Hinterpfoten müssen kräftige
vorwärtstreibende Bewegungen machen.
Hundebaden bei Hitze: Temperaturschocks vermeiden
Da ist es bei unserem Vierbeiner nicht anders als bei uns:
An besonders heißen Tagen ist es wichtig, dass er sich
langsam abkühlt. Zuerst sollte der Hund nur mit den
Pfoten das Wasser erkunden und sich dann nach und nach bis
zu den Ellenbogen vorwagen, bis er schließlich den
gesamten Körper eintaucht. Auf diese Weise kann man den
Vierbeiner vor Herz-Kreislauf-Problemen schützen.
Nicht mit vollem Hunde-Magen ins Wasser
Diese Regel kennt wohl jeder noch aus der Kindheit – und
auch für unsere Hunde ist sie von großer Bedeutung. Aber
geht man wirklich unter, wenn man mit vollem Magen
schwimmen geht? Ja, im weitesten Sinne kann das eine Folge
dieses Regelverstoßes sein. Das Blut wird nach dem Essen
in erster Linie für die Versorgung des Magen-Darmtraktes
benötigt. Ist das Wasser kalt und die Extremitäten sind
nicht genügend mit Blut versorgt, führt dies schnell zu
Schwächezuständen bis hin zur Ohnmacht. Eine weitere
unangenehme Folge kann aus dem Druck des Wassers auf den
Bauch hervorgehen. Der gesamte Mageninhalt wird nach oben
geschoben und drückt von unten gegen die Herzspitze. Auch
auf diese Weise kann dem Hund schnell die Kraft ausgehen.
Hund nicht unbeaufsichtigt baden lassen
Ihr Hund verfügt, genau wie Sie, nur über ein gewisses
Maß an Kondition. Wenn er mit anderen Vierbeinern im
Wasser herumtollt, kann es schon mal passieren, dass er
sich zu sehr verausgabt. Das Gleiche gilt auch für Tage,
an denen Sie zusammen mit Ihrem Hund schwimmen.
Normalerweise kann ein fitter Vierbeiner locker mithalten,
wenn Sie nicht gerade ein extremer Schwimmer sind.
Generell sollten Sie allerdings immer ein Auge auf den
momentanen Zustand Ihres Hundes haben.
Hund im Meer: Kein Salzwasser trinken lassen!
Hunde, die größere Mengen Salzwasser trinken, können
langfristig regelrecht austrocknen. Zusätzlich erbrechen
die meisten Hunde und bekommen starken Durchfall. Am
besten verhindern Sie, dass der Hund Meerwasser trinkt,
indem Sie ihm vor und nach dem Badengehen ausreichend
Trinkwasser zur Verfügung stellen.
Hunde in der Sonne: Vorsicht vor Sonnenbrand!
Wer freut sich nicht über einen sonnigen Sommertag am
Strand? So schön es auch ist, Sie sollten unbedingt
darauf achten, dass sich Ihr Hund zum Relaxen ein
schattiges Plätzchen sucht. Nach dem Bad im kühlen Nass
sollte der Vierbeiner sorgfältig abgetrocknet werden, da
bei nassem Fell viel nackte Haut zum Vorschein kommt, die
– genau wie beim Menschen – einen Sonnenbrand bekommen
kann. Im Anschluss an das Badevergnügen sollte das Salz
wieder aus dem Fell des Hundes gewaschen werden, denn es
kann die Haut angreifen. Auch wenn er diese
„kosmetischen“ Duschen gar nicht liebt …
Welpenschwimmen – früh übt sich
Schon wenige Wochen alte Welpen dürfen unter Aufsicht
baden gehen. Sie sollten allerdings beachten, dass der
kleine Schwimmanfänger langsam an das Wasser gewöhnt
wird. Am besten eignet sich für den Anfang ein kleines
Gewässer mit sehr flachem Einstieg oder aber ein kleines
Planschbecken im Garten. Sollte Ihr Welpe sich nicht die
Pfoten nass machen wollen, hilft oftmals ein kleiner
Hunde-Freund, der sich bereits traut. Aber auch hier gilt:
Aufhören, wenn es am Schönsten ist! Denn für Ihren
Welpen sollte das erste Schwimmerlebnis eine positive
Erfahrung sein.
Hunde im Wasserrausch: Vorsicht vor Übermut
Schwimmen ist bestens für den schrittweisen Muskelaufbau
geeignet und gleichzeitig sehr schonend für die Gelenke,
da der Körper im Wasser scheinbar schwerelos ist. Wie bei
anderen Hunde-Sportarten ist es auch hier wichtig, das
Training im Wasser nicht zu übertreiben. Denn eines
sollte man bei all dem Badespaß nicht vergessen: Das
Toben im Wasser ist für den Vierbeiner doppelt so
anstrengend wie das Herumtollen an Land.
Hunde nur ohne Halsband schwimmen lassen
Achten Sie bitte darauf, dass Sie Ihrer Wasserratte vor
dem Bad das Halsband abnehmen. Andernfalls kann es
schlimme Folgen haben, denn ist das Hundehalsband zu
locker, können sich die Pfoten darin verfangen. Ihr
geliebter Vierbeiner verliert die Kontrolle und dreht sich
auf den Rücken. Das kann im schlimmsten Fall zum
Ertrinken des Hundes führen.
Die Trainer der
Tophundeschule wünschen Ihnen und Ihrem Hund weiterhin
viel Spaß!
Ihr Team von
Schönfelder DogCoaching
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