Ein Hund ist am liebsten da, wo sein Mensch ist, selbst wenn es im Auto sein muss. Woran Sie denken sollten, wenn Sie mit Ihrem geliebten Vierbeiner gemeinsam im Auto in den Urlaub fahren wollen, beschreiben die erfahrenen Trainer der bundesweit tätigen Tophundeschule. Schließlich möchten Sie, das es Ihrem Tier gut geht - und vor allem nicht, dass im Verkehrsfunk hören ist: "Achtung, auf der Autobahn läuft ein Hund auf der Fahrbahn!"
Die Tipps der Tophundeschule
Hund und Auto passen nicht wirklich zusammen, deshalb
sollte versucht werden, dem Hund im rollenden Gefährt den
Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.
Berücksichtigt werden sollte, dass die Tiere auch in der
"mobilen Hundehütte" viel frische Luft und ausreichend
Platz brauchen.
Hundefreundlich ist ein möglichst großes Luftvolumen im Verhältnis zur Größe Ihres Hundes und ein kühler, sicherer Rückzugsraum. Bei längeren Fahrten sollte der Hund sich aufrichten und strecken können. Zur Errechnung, welches Innenmaß das Auto mindestens haben sollte, messen Sie die absolute Höhe des Hundes und geben ein paar Zentimeter Luft hinzu. Denn ausreichend Luftvolumen schafft zusätzlichen Sauerstoff und davon braucht ein Hund sehr viel mehr als der Mensch.
Hitzestaus im stehenden Wagen sind eine tödliche Gefahr für Ihren Hund. Deshalb sind möglichst steil eingebaute Fensterflächen (besonders im Laderaumbereich) zu berücksichtigen und die Wanderung des Sonnenstandes während der Parkzeit muss unbedingt beachtet werden! Bei einer Außentemperatur von 30 Grad Celsius heizt sich der Innenraum eines Autos schon nach kurzer Zeit auf bis zu 70 Grad auf! Eine Verbesserung der Situation schafft auf jeden Fall der Einbau von Sonnenrollos an der Heck- und am besten auch an den Seitenscheiben. Eine Klimaanlage ist während der Fahrt zwar prima, nützt aber leider nichts mehr, wenn der Motor abgestellt ist und Sie den Wagen parken. Während der Fahrt verhindert eine Klimaanlage sogar das Beschlagen der Fensterflächen. Wenn man beispielsweise nasse Hunde transportieren muss, ist dies ein großer Vorteil.
Sicherheit geht vor!
Das sollten Hundehalter wissen: Laut Paragraph 23 der
aktuellen Straßenverkehrsordnung müssen Tiere in
Deutschland während des Transportes im Auto gesichert
sein. Bei Verstoß kann die Auto-Unfallversicherung
Schadenersatz verweigern und es droht ein Bußgeld. Auch
in anderen europäischen Ländern, vor allem in Italien
und Spanien, wird inzwischen durch Kontrollen überprüft,
ob der Hund gesichert ist, und ein Verstoß geahndet.
Nicht nur aus versicherungstechnischen Gründen sollte der
Hund unfallsicher untergebracht sein. Trennnetze, Gitter
oder am besten natürlich stabile Hundeboxen schützen den
Hund, der sonst bei scharfer Bremsung oder einem Unfall
durch den Innenraum geschleudert wird. Auch auf dem
Rücksitz sollte das Tier in einer Transportbox oder mit
einem speziellen Sicherheitsgeschirr gesichert im Auto
sitzen.
Fragen Sie einfach im Fachhandel oder bei Ihrem Autohändler, welches Zubehör es für Ihr Fahrzeug gibt. Vor allem, wenn man mehr als einen Hund transportieren muss, ist ein entsprechend geräumiges Fahrzeug notwendig.
Achtung! Bei Welpen und Junghunden bis zu zwölf Monaten sollten Ein- und Ausstieg so niedrig wie möglich sein. Es gibt auch spezielle Rampen im Fachhandel. Geländewagen sind aufgrund der hohen Ladekanten für wachstumsschwierige oder laufbehinderte Hunde (Kleinhunde, Dackel, Basset Hounds, schwere und hüftdysplasiegefährdete Rassen) nicht zu empfehlen. Solche Hunde müssen Sie tragen oder aber eben eine Rampe benutzen!
Nicht vergessen:
• Bringen Sie Ihrem Hund von Anfang an bei, dass er
nicht einfach aus dem Auto springen darf. Er sollte sich
erst solange hinsetzen, bis Sie ihn angeleint haben. Dann
erst darf der Hund das Auto verlassen. (Die Trainer der
Tophundeschule erklären Ihnen gerne, wie es geht. -
Kontakt siehe Link unten auf dieser Seite)
• Geben Sie Ihrem Hund am Tag vor der Abreise nur wenig
zu fressen. Die letzte Mahlzeit spätestens vier Stunden
vor Fahrtbeginn, um Übelkeit und Erbrechen vorzubeugen.
Auf der Fahrt selbst sollte der Hund nicht gefüttert
werden.
• Legen Sie genügend Zwischenstopps ein, um dem Hund
Bewegung zu gönnen und ihm etwas zu trinken zu geben.
Ideal sind Fahrtpausen nach jeweils zwei Stunden.
• Achten Sie darauf, dass der Hund nicht am offenen
Fenster im Fahrtwind sitzt, da er sich sonst leicht eine
Bindehautentzündung einfangen kann.
• Falls der Hund auf Bergstrecken viel gähnt oder
hechelt, geben Sie ihm einen Kauknochen. Durch das Kauen
löst sich der Ohrendruck.
• Lassen Sie Ihren Hund niemals unbeaufsichtigt im
parkenden Auto. Im Sommer entstehen im Wageninneren sehr
schnell Temperaturen von weit über 30 Grad Celsius. Schon
nach 15 Minuten wird diese Hitze für Hunde schon zur
tödlichen Gefahr.
• Nehmen Sie Ihren Hund während der Pausen stets an die
Leine, und befestigen Sie eine Adressmarke an seinem
Halsband. Wenn nicht bereits geschehen, sollten Sie Ihren
Hund vor Reiseantritt bei einem Haustierregister - zum
Beispiel dem Deutschen Haustierregister des Deutschen
Tierschutzbundes e. V. oder TASSO e. V. - registrieren
lassen. Damit steigt die Chance, dass Sie Ihr Tier im
Falle eines Falles schneller wiederfinden.
Wenn Sie
- auch im Interesse Ihres Hundes - die genannten Punkte
beherzigen, steht einem erholsamen Urlaub nichts mehr im
Weg. Fragen zum Thema können Sie auch an die Profis der
Tophundeschule richten.
Die Trainer der Tophundeschule wünschen Ihnen und Ihrem
Hund weiterhin viel Spaß!
Ihr Team von
Schönfelder DogCoaching
Die mobilen Hundetrainer
Tel.: +49 (0) 40 64 68 98
12
Tel.: +49 (0) 17 22 71 66 97
www.tophundeschule.de



